KI kindgerecht: Neue Initiative für digitalen Schutz von Kindern
Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), die Deutsche Bischofskonferenz und der Kinderschutzverein „Seitenstark“ haben die Initiative „KI kindgerecht!“ gestartet. Ziel sei es, Kindern eine sichere und selbstbestimmte Teilhabe an der digitalen Welt zu ermöglichen, teilten die Initiatoren am 14. Oktober mit.
Kinder dürfen im digitalen Raum weder allein gelassen noch ausgeschlossen werden. Wir wollen Verantwortung bündeln und dazu beitragen, dass Kinder KI sicher und selbstbestimmt nutzen können.
erklärte Dorothee Wüst, die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche der Pfalz
Warum Kinder im Netz besonderen Schutz brauchen
Künstliche Intelligenz (KI) sei durch Chatbots, Lern-Apps und soziale Netzwerke längst in der Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen angekommen. Gleichzeitig nähmen Desinformation, Deepfakes und Cybergrooming zu. Die bisher etabliertem Schutzmaßnahmen dagegen stießen zunehmend an ihre Grenzen.
Verhaltenskodex und Qualitätsstandards für kindgerechte KI
Die Initiative „KI kindgerecht!“ will daher einen Verhaltenskodex und Qualitätsstandards für kindgerechte KI-Anwendungen entwickeln. Zudem fordern die Initiatoren verbindliche gesetzliche Vorgaben für Anbieter sowie eine stärkere Förderung der Medienbildung. Darüber hinaus sollen Kinder stärker in die Gestaltung von KI einbezogen werden.
Kinder sind heute die Ersten, die mit KI aufwachsen. Aber oft die Letzten, die bei ihrer Gestaltung gefragt werden.
Darja Martens, Vorstand des Vereins „Seitenstark“
Die Initiative richtet sich an ein Netzwerk aus Bildung, Wissenschaft, Medien, Politik und Zivilgesellschaft. Nach eigenen Angaben reagieren sie damit auf die 56 Handlungsempfehlungen der Unabhängigen Expertenkommission zum Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt.