Zum jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana, das in diesem Jahr vom 22. bis 24. September gefeiert wird, haben die Bischöfin und die Bischöfe der vier großen Kirchen in Baden-Württemberg den jüdischen Gemeinden des Landes ihre Glück- und Segenswünsche übermittelt.
Kirchen versprechen Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit
In dem Schreiben erinnerten sie an die Folgen des 7. Oktober 2023, den Krieg im Gazastreifen und den Anstieg des Antisemitismus in Deutschland, betonten jedoch zugleich die Hoffnung auf ein neues Jahr voller Segen.
Die Kirchen erneuerten ihr Versprechen, sich gemeinsam für Frieden und eine gerechte Gesellschaft einzusetzen. Symbolisch solle dies auch beim gemeinsamen Lichtfest am 20. Dezember in Pforzheim deutlich werden, das an Advent und Chanukka erinnert.
Was wird an Rosch ha-Schana gefeiert?
Das jüdische Neujahrsfest und markiert den Beginn des neuen jüdischen Jahres. Es wird am 1. Tischri des jüdischen Kalenders gefeiert, was meist auf den September oder frühen Oktober im gregorianischen Kalender fällt. Rosch ha-Schana ist ein Tag des spirituellen Innehaltens und der Erneuerung. Die Menschen besuchen die Synagoge, wo unter anderem das Schofar (ein Widderhorn) geblasen wird, um die Gläubigen zur Umkehr und Selbstbesinnung aufzurufen.
Das Fest leitet auch die „Zehn Tage der Buße“ ein, die mit Jom Kippur, dem Versöhnungstag, ihren Höhepunkt erreichen. In dieser Zeit reflektieren Juden über ihre Taten des vergangenen Jahres, bitten um Vergebung und machen sich bereit, ein besseres Jahr zu gestalten.