Alle saßen im Schummerlicht um den Altar versammelt. Sie redeten von Gott und der Welt, sinnierten darüber, ob es ihn gibt und wie man sich ihn vorstellen muss. Plötzlich sagte ein Junge: „Ich fühle Gott in diesem Moment.“ Und die anderen wollten wissen, wie dieses Gefühl aussieht.
Es war so berührend, da habe ich Kirchenraumpädagogik erlebt, ohne dass ich wusste, was das ist.
erinnert sich Silke Waibel
Seit 2017 ist die ausgebildete Diakonin und Erzieherin zusammen mit Michael Schock Landesreferentin für Kirchenpädagogik beim Zentrum für Gemeindeentwicklung und missionale Kirche (GEM). Einer ihrer Schwerpunkte ist die Arbeit mit Kindern.
In dieser Funktion bildet sie Menschen fort, die selbst mit Kindern im Kirchenraum arbeiten wollen. In den Basiskursen Kirchenraumpädagogik sind auch Kirchenführungen mit Kindern immer wieder ein Thema. Oft rufen Interessierte an, um sich beraten zu lassen: Was müssen wir beachten, wenn wir Kirchenführungen mit Kindern machen wollen?
Was eine gute Kirchenführung mit Kindern ausmacht
Das ist nicht wenig: Die Art der Kirche spielt eine Rolle, der Themenschwerpunkt, die Methodik, die Größe des Teams, aber natürlich auch die Gruppe und ihr Alter. „Mit Kindergartenkindern ist das etwas ganz anderes als mit Grundschülern oder Jugendlichen“, sagt sie.
Grundsätzlich sind Kirchenraumerlebnisse in vier Phasen aufgeteilt. Der Begrüßung im Außenbereich folgt eine Entdeckung des Innenraums. „Da lässt man die Kinder am besten ausschwärmen“, sagt Silke Waibel. Es ist spannend, welche Eindrücke sie zurückbringen.