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Familienpolitik

Kirchliche Verbände fordern Ende der Sparpläne beim Elterngeld

Zehn konfessionelle Verbänden rufen Familienministerin Prien zum Kurswechsel bei den geplanten Elterngeldkürzungen auf. Mehr finanzielle Sicherheit für Familien sei nötig, fordert das Bündnis. Von epd

Eine junge Familie zu Hause. Der Vater hält ein lachendes Baby auf dem Arm. Die Mutter und das Baby schauen sich an.
Unsplash+/Getty Images

Verbände warnen vor Folgen geplanter Elterngeld‑Kürzungen

Mit Blick auf die geplanten Kürzungen beim Elterngeld hat ein Bündnis konfessioneller Verbände von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eine Abkehr vom Sparkurs gefordert. „Familienpolitik braucht Verlässlichkeit“, erklärten die Diakonie Deutschland, die evangelische arbeitsgemeinschaft familie, der Familienbund der Katholiken und sieben weitere Verbände am 8. Oktober in einem Positionspapier.

Wer Partnerschaftlichkeit stärken will, sollte Eltern bessere Möglichkeiten eröffnen, Sorgearbeit fair zu teilen – ohne ihnen zugleich finanzielle Sicherheit und Familienzeit zu entziehen

fordert das Bündnis

Was plant die Bundesregierung beim Elterngeld?

Familienministerin Karin Prien hat im Juli Änderungspläne beim Elterngeld bekannt gegeben

  • Kürzung der Bezugsdauer von maximal 14 auf 12 Monate (ab 2027)
  • Maximale Bezugsdauer nur, wenn jeder Elternteil mindestens drei statt wie bislang zwei Monate Elternzeit nimmt
  • Anpassung der Mindest- und Maximalbeträge für das Elterngeld

Konfessionelles Bündnis fordert Verlässlichkeit für Eltern und Kinder

Die Verbände verlangen einen Kurswechsel in der Elterngelddebatte: Es müsse gewährleistet bleiben, dass jede Familie mindestens zwölf Monate Elterngeld beziehen könne, auch wenn nur ein Elternteil die Leistung in Anspruch nehme. Andernfalls könne die finanzielle Absicherung bereits mit dem neunten Lebensmonat des Kindes enden. Zudem brauche es einen Inflationsausgleich.

Die Entscheidung für ein Kind ist langfristig; familienpolitische Rahmenbedingungen sollten es deshalb ebenfalls sein

heißt es in dem Positionspapier

Bündnis begrüßt Signale aus dem Ministerium

Mit dem Positionspapier solle Familienministerin Prien darin unterstützt werden, sich vom Sparkurs beim Elterngeld zu verabschieden, erklärten die Verbände. Jüngste Äußerungen der Familienministerin, die Bezugsdauer von 14 Monaten gegebenenfalls doch beizubehalten, begrüßte das konfessionelle Bündnis ausdrücklich.