„Maxima“ wird größte Läuteglocke des Herrenberger Glockenmuseums
„Maxima“ ist nun die größte Läuteglocke des Glockenmuseums Stiftskirche Herrenberg. Das Museum besitzt den Angaben zufolge das umfangreichste Kirchengeläut Deutschlands. „Maxima“ gilt als tontiefste Glocke Württembergs. Die Glocke wiegt über sechs Tonnen und ist 2,25 Meter hoch. Sie läutet den Ton f0.
Die Glocke hat eine bewegte Geschichte: Sie ist im Jahr 2000 in der Glockengießerei Brockscheid gegossen worden. Ursprünglich sollte sie eine Friedensglocke in der Basilika Echternach, Luxemburg, ersetzen. Der Ton der Maxima war den Angaben zufolge allerdings etwas zu tief geraten, sodass Echternach die Glocke nicht nehmen konnte. 2003 konnte die Bauhütte der Stiftskirche Herrenberg die „Maxima“ erwerben.
Seither stand sie auf der Wiese bei der Stiftskirche und wartete darauf, in den Turm der Kirche gehängt zu werden – was sich als technisch nicht machbar erwies. Daher hängt sie nun in einem massiven hölzernen Glockenstuhl am Boden gleich neben der Stiftskirche – und soll dort auch regelmäßig geläutet werden.
Ökumenische Indienstnahme durch katholische und evangelische Kirche
Die Glocke wurde gleich doppelt „beauftragt“: Der katholische Dekan von Böblingen, Anton Feil, weihte sie nach römisch-katholischem Ritus. Landesbischof Gohl nahm sie nach evangelischem Brauch mit einem Segensgebet in Dienst.