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Schule

Mehr Quereinsteiger für Religionsunterricht in der Pfalz

Der Pfarrermangel hat Auswirkungen auf den evangelischen Religionsunterricht an staatlichen Schulen in der Pfalz und Saarpfalz. Die Pfälzer Kirche setzt deshalb auch auf Personen mit Zusatzqualifikationen und Gemeindepädagogen. Von epd

Ein Klassenzimmer einer Grundschule. Vorne ist eine große Tafel angebracht.
Unsplash/Nathan Cima

Die Evangelische Kirche der Pfalz hält trotz rückgängiger Ressourcen weiter am konfessionellen Religionsunterricht an staatlichen Schulen fest. Aufgrund der sinkenden Zahl von Pfarrpersonen werde mehr Quer- und Seiteneinsteigern der Zugang zum Religionsunterricht ermöglicht, sagte Peter Busch, Leiter des Amts für Religionsunterricht in Speyer, dem Evangelischen Pressedienst. Für die Vermittlung von Zusatzqualifikationen werde das Erziehungswissenschaftliche Fort- und Weiterbildungsinstitut (EFWI) der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz in Landau eine große Rolle spielen.

Mehr Quer- und Seiteneinstieg in den Religionsunterricht geplant

Um den Religionsunterricht zu sichern, sei auch der Einsatz von Gemeindepädagoginnen und -pädagogen möglich, sagte Busch. Laut Grundgesetz sei es primär die Aufgabe des Staates, den Religionsunterricht zu gewährleisten, die Kirche unterstütze diesen dabei. Beim hauptamtlichen Religionsunterricht sollen die Voll- und Teilzeitstellen von 74 auf 35 reduziert werden, sagte der Theologe. Der nebenamtliche Religionsunterricht solle beibehalten, aber an neue Gemeindeformen angepasst werden.

Konfessionell-kooperativer Religionsunterricht wird erprobt

Derzeit seien 84 Pfarrpersonen im nebenamtlichen und 70 im hauptamtlichen Religionsunterricht eingesetzt. Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer hielten wöchentlich üblicherweise vier Stunden Religionsunterricht. Viele seien allerdings von dieser Aufgabe befreit, etwa aus Altersgründen. Gemeinsam mit dem Bistum Speyer werde noch bis 2027 der konfessionell-kooperative Religionsunterricht erprobt. Dabei werden evangelische und katholische Schülerinnen und Schüler im Religionsunterricht nicht mehr nach Konfessionen getrennt, sondern gemeinsam in einer Gruppe unterrichtet.