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Diakonie

Nach Flutkatastrophe 2021: Diakonie erweitert Katastrophenschutz

Die Diakonie will die Menschen besser auf Krisensituationen vorbereiten und dafür Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021 nutzen. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz werden Anlaufstellen für Katastrophenschutz aufgebaut. Von epd

Der untere Teil eines Ampelschilds steht unter Wasser
Unsplash/Kelly Sikkema

Neue Katastrophenschutz‑Anlaufstellen nach Flut 2021

Mit den Erfahrungen aus der Zeit seit der Flutkatastrophe 2021 baut die Diakonie zivilgesellschaftliche Anlaufstellen für Katastrophenschutz auf. Im nordrhein-westfälischen Erftstadt und Eschweiler sowie in Hönningen in Rheinland-Pfalz sollen die drei Stellen aufgebaut werden, wie die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) und die Diakonie Katastrophenhilfe am Donnerstag in Düsseldorf und Berlin ankündigten.

Fünf Jahre nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal im Juli 2021 seien nahezu alle eingegangenen Spenden in Höhe von 47,87 Millionen Euro ausgegeben oder für laufende Projekte fest verplant, hieß es. „Die Erkenntnisse aus dieser Arbeit nutzen wir, um künftig besser auf Krisensituationen vorbereitet zu sein“, sagte die Vorständin der Diakonie RWL, Kirsten Schwenke. Auf potenzielle Katastrophen könne man sich gemeinschaftlich vorbereiten.

Die Folgen des Klimawandels machen sich auch in Deutschland bemerkbar

erklärte der Leiter Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler

Klimawandel: Diakonie setzt auf Kirchen und Vereine

Die neuen Anlaufstellen sollen den Angaben zufolge zivilgesellschaftlich getragen werden. Dafür greife die Diakonie auf vorhandene lokale Strukturen zurück und kooperiere etwa mit Schützenvereinen, Kirchengemeinden, Schutzhüttenbetreibern, Quartier-Treffs und Bürgervereinen. Die neuen Katastrophenschutzanlaufstellen sollen den Bevölkerungsschutz ergänzen, Schnittstelle für Behörden sein und die Hilfe und Selbsthilfe der Bevölkerung fördern, wie die Diakonie erklärte.

Projektlaufzeit bis 2027: Fokus auf nachhaltige Strukturen

Das Projekt läuft bis Ende 2027. Es schließe an bisherige Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge an. So seien in den vergangenen Jahren an zehn Standorten im Hochwassergebiet Quartiere gefördert worden, in denen Menschen Ideen umsetzen, um sich besser an Klimawandelfolgen anzupassen und Katastrophenvorsorge umzusetzen.