Mit Popmusik zeigt Pfarrer Vincenzo Petracca in der evangelischen Heiliggeistkirche in Heidelberg, wie zeitgenössische Gottesdienste heutzutage auch gefeiert werden können. Insgesamt 2400 Menschen haben vier der diesjährigen Pop-Gottesdienste mit Live-Cover-Musik der Sängerinnen Taylor Swift und Adele besucht.
Taylor Swift-Gottesdienst: ein voller Erfolg
Zwei Gottesdienste am 12. Mai in Heidelberg um die Lieder der US-Sängerin Taylor Swift haben großes Interesse geweckt. Nachdem der erste Gottesdienst um 11 Uhr bereits ausgebucht ist, seien auch alle 420 Karten für die zweite Veranstaltung um 13 Uhr kurz nach der Freischaltung vergriffen gewesen, sagte Citykirchenpfarrer Vincenzo Petracca.
In den Taylor Swift-Gottesdiensten mit dem Titel „Anti Hero“ – nach dem gleichnamigen Swift-Song – interpretierte die Sängerin Tine Wiechmann, die Professorin für Pop-Kirchenmusik an der Hochschule für Kirchenmusik Heidelberg war, Stücke der Pop-Ikone. Thematisiert werde aber auch, welche Rolle der christliche Glaube im Leben der 35-jährigen Swift spiele. Mit 283 Millionen Followern auf Instagram, vier Grammys und musikalischen Milliardenumsätzen gilt Swift derzeit als eine der einflussreichsten Popstars.
Rock 'n' Pop Gottesdienste seit 2015
Die Gottesdienstreihe „Citykirche Rock 'n' Pop“ gibt es seit 2015. Sie wurde bereits zu den Beatles, Madonna, Peter Gabriel, Bob Dylan und Queen gefeiert. Zum Michael-Jackson-Gottesdienst sind nach Petraccas Worten im vergangenen Jahr mehr als 600 Personen gekommen.
Braucht die Kirche internationale Stars, damit mehr Menschen in die Gottesdienste kommen? Was genau soll damit erreicht werden? Und was haben diese Sängerinnen mit dem Glauben zu tun? Darüber spricht Moderatorin Heidrun Lieb mit Vincenzo Petracca bei „Alpha & Omega“.