Überall Polizei. An jeder Marktecke stehen Beamte, selbst vor der Gedächtniskirche halten sie Wache. Dazwischen flanieren Sicherheitsleute der Schausteller umher, große Poller und Betonsperren blockieren flächendeckend die Zufahrten zwischen Ku’damm, Kant-, Hardenberg-, Tauenztien- und Budapester Straße.
Islamistischer Anschlag vor 9 Jahren am Breitscheidplatz
Nach dem Anschlag in Magdeburg vor einem Jahr wurden auch die Sicherheitsvorschriften am Berliner Breitscheidplatz noch einmal erhöht. Neun Jahre ist es jetzt her, dass dort ein Sattelschlepper, gesteuert von einem islamistischen Terroristen namens Anis Amri, hineinraste.
Zwölf Menschen wurden gleich getötet, ein weiterer starb 2021 an den Folgen. Die Zahl der Opfer wäre wohl noch höher gewesen, hätte der Attentäter das Fahrzeug beherrscht.
Er hatte es kurz zuvor geklaut, den Fahrer erschossen und raste dann mit der Leiche auf dem Beifahrersitz in die Menge. Durch die Kollision mit den Buden war in dem Lastwagen das automatische Notbremssystem ausgelöst worden, sonst wäre er wohl mehr als nur 70 Meter weit gekommen.
Goldener Riss im Boden erinnert an den Terroranschlag
An der Stelle des Attentats geht heute ein goldener Riss durch den Boden. Er führt auf Treppenstufen zu, in die die Namen der Opfer eingegossen wurden. Fast übersieht man dieses Bodenmahnmal gleich neben der Gedächtniskirche, immer wieder erkundigen sich Menschen nach dem Ort des damaligen Geschehens. Ab und an kommen Angehörige und zünden ein Licht an.