In Mannheim sei der Hafen kaum öffentlich zugänglich. Weil die meisten Schiffe an den Kaimauern von Betrieben liegen, also auf Privatgelände, sei der Kontakt zu den Schiffern vom Land aus viel schwieriger. Leichter sei es, über die Wasserseite von Schiff zu Schiff zu gelangen. „Als Schifferseelsorger gehen wir hin zu den Leuten, versuchen, mit ihnen in Kontakt zu kommen und sie an Bord ihrer Schiffe zu besuchen.” Manches Mal gebe es Sprachbarrieren. Mitarbeitende auf den Schiffen kämen häufig aus Osteuropa und teilweise sogar aus Südostasien, erläutert der Wirtschafts- und Sozialpfarrer. Sie seien weit weg von zu Hause und litten unter Einsamkeit.
Wann die „Wichern” wieder ausfahren kann, weiß Heßlein nicht. In den nächsten zwei Wochen sei keine Besserung zu erwarten, sagt er mit Blick auf die Prognosen von Wetter und Pegelständen.