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Osterbotschaft

Ostern in Zeiten von Krisen: Kirchen rufen zu Hoffnung auf

In ihren Osterbotschaften gehen Repräsentanten der Kirchen auf die globalen Krisen ein. Ihnen setzen sie die Erzählung von der Auferstehung Jesu entgegen.
Von Stefan Fuhr (epd)

Sonnenstrahlen scheinen durch die Öffnung einer Höhle.
Unsplash/Bruno van der Kraan

Kirchen rufen zu Hoffnung und Gottvertrauen im Angesicht globaler Krisen auf

Zum bevorstehenden Osterfest rufen die Kirchen zu Hoffnung und Gottvertrauen auf – den globalen Krisen und Konflikten zum Trotz. „Ostern ist der Einspruch Gottes gegen die scheinbar unbegrenzte Macht”, sagte der Landesbischof der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Friedrich Kramer: Nicht Panzer, Despoten oder der Hass behielten das letzte Wort, sondern die Liebe. 

Lasst euch von den dunklen Bildern der Kriege und der Ohnmacht nicht niederdrücken.

sagt Friedrich Kramer

Die Bedeutung von Ostern für Christinnen und Christen

Ostern ist das älteste und wichtigste Fest der Christenheit. Es erinnert an die Mitte des christlichen Glaubens: die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nach seinem Leiden und Sterben am Kreuz.

Glaube als Kraftquelle: Hoffnung stärker als Tod und Gewalt

Die Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Christiane Tietz, erklärte, der Glaube helfe zu einem klaren Blick auf das Leben mit all seinen Brüchen. Zugleich gebe er die Gewissheit, dass „Gottes Lebenskraft stärker ist als die Mächte des Todes”. Inmitten von Krisen, Konflikten und negativen Schlagzeilen sei die christliche Osterbotschaft als Quelle einer realistischen Hoffnung ernstzunehmen. Die Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Beate Hofmann, unterstrich:

Ostern stärkt die Hoffnung, dass nicht das Recht des Stärkeren siegt, sondern die Kraft der Liebe.

sagt Beate Hofmann, Bischöfin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

Weltkirchenrat und Lutherischer Weltbund: Osterbotschaften gegen Krieg, Ungerechtigkeit und Unterdrückung

Auch die großen internationalen Kirchenbünde, Weltkirchenrat und Lutherischer Weltbund, stellten die Hoffnung in den Mittelpunkt ihrer Osterbotschaften. Die Auferstehung von Jesus Christus symbolisiere ein Aufbegehren gegen Kriege, wirtschaftliche Ungerechtigkeit, sexuelle Gewalt, politische Unterdrückung, Klimakatastrophe und religiöse Verfolgung, erklärte der Moderator des Zentralausschusses des Weltkirchenrates, Heinrich Bedford-Strohm, in Genf.

In der Osterbotschaft des Weltkirchenrates heißt es, Christinnen und Christen seien Menschen, die sich von einer Botschaft leiten lassen, die ins Leben führt. Ostern solle als eine Zeit der Gewissheit gefeiert werden, „dass die vielen Abgründe, in die wir derzeit in der Welt schauen, nicht alles sind”. Die Menschen näherten sich nicht einem finsteren Loch, sondern einem neuen Himmel und einer neuen Erde, in der alle Tränen getrocknet würden.

Der Tod hat nicht das letzte Wort

Lutherischer Weltbund

Der Lutherische Weltbund betonte in seiner Osterbotschaft: „Selbst, wenn wir Leid oder Verlust erfahren, sollten wir uns daran erinnern, dass der Tod nicht das letzte Wort hat.” Die Auferstehung Christi mache deutlich, „dass Gott weiterhin am Werk ist“.

Hoffnung auf Überwindung von Hass, Terror und Gewalt

Der Bischof der koptisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, Anba Damian, äußerte die Hoffnung, dass „Sünden, Traurigkeit, Ängste und Sorgen, Hass und Aggression, Terrorismus, Krieg und Gewalt„ überwunden würden.

Möge die friedvolle Kraft der Auferstehung Frieden in uns, in unserer Gesellschaft und auf unserer Erde wachsen lassen.

heißt es in Anba Damians Osterbotschaft