Es war ein großer Moment für alle Beteiligten. Bei einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Tieringen auf der Alb bekamen zwölf frischgebackene Pilgerbegleiter und begleiterinnen ihre Zertifikate überreicht.
Hinter ihnen lag eine Ausbildung in drei Modulen. Dabei wurden jeweils mehrere Tage lang die Grundlagen vermittelt, die für Menschen relevant sind, die Pilgergruppen führen. Dabei ging es um Wegeimpulse, seelsorgerliche Gespräche, Kirchenführungen und Besinnungen am Abend, aber auch um rechtliche und organisatorische Fragen.
Eben um alles, was für eine professionelle Betreuung notwendig ist, mit der die Landeskirche zwischenzeitlich viel Erfahrung gesammelt hat: Bereits zum achten Mal fand eine Ausbildung der Pilgerbegleiter statt, über 100 Männer und Frauen haben zwischenzeitlich die Qualifikation erworben.
Mit Diakon Jürgen Rist gibt es zwischenzeitlich auch einen hauptamtlichen Landesreferenten für das Thema. Aus dessen befristeter 50-Prozent-Stelle ist längst ein unbefristeter 75-Prozent-Auftrag geworden: ein klares Zeichen dafür, wie hoch man die Bedeutung des Pilgerns auch in der Landeskirche zwischenzeitlich einschätzt.
Im Feriendorf in Tieringen fand das letzte der drei Ausbildungsmodule statt. Dabei mussten die Teilnehmer auch ihre eigenen Touren vorstellen, als Beweis dafür, dass sie nun in der Lage sind, selbständig Pilgergruppen zu führen. Die meisten waren über eigene Pilgererfahrungen dazugekommen und wollen die besondere spirituelle Erfahrung in der Natur nun an andere weitergeben.