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Rückblick: Glaubensweg des Evangelischen Gemeindeblatts in Crailsheim

Crailsheim zeigte beim Glaubensweg eindrucksvoll, wie vielfältig seine Glaubensgeschichte, Kunst und Erinnerungsorte sind. Besucher erlebten Reformation, Weiße Rose und Kirchenkunst an einem einzigen Tag. Von Andreas Steidel

Künstlerin Ada Isensee steht an einem Pult in einer Kirche und spricht zu einem Publikum
Foto: Frank Zeithammer
Künstlerin Ada Isensee beim Glaubensweg 2026 in der Johanneskirche in Crailsheim.

Glaubensweg: Die Vielfalt in Crailsheim entdecken

Reformationsweg, Weiße Rose und ein Altar, den vielleicht der berühmte Albrecht Dürer bemalt hat: Die Gäste aus ganz Württemberg und sogar aus der Pfalz staunten nicht schlecht, welche Vielfalt an Themen Crailsheim zu bieten hat. Die hohenlohische Stadt war Gastgeber des Glaubenswegs, den das Evangelische Gemeindeblatt alljährlich veranstaltet.

Der Tag begann mit einem Festgottesdienst in der gut besetzten Johanneskirche, rund 400 Besucher hatten sich dort eingefunden. Begrüßt von Pfarrer Uwe Langsam und Gemeindeblatt-Chefredakteur Tobias Glawion konnten sie sich geistlich und musikalisch einstimmen.

Fünf Führungen durch Crailsheim

Gleich fünf verschiedene Führungsangebote warteten auf die Leserinnen und Leser: Dabei konnte man auf den Spuren der Crailsheimer Reformation, der Weißen Rose und der Johanneskirche mit ihrem besonderen Altar und den kunstvollen Kirchenfenstern wandeln.

Sonderausstellungen und musikalische Unterhaltung

Eigens für den Glaubensweg hatten Stadt und Kirchengemeinde zwei Sonderausstellungen aufgebaut: Eine hatte die wertvolle Bibliothek des Reformators Adam Weiss zum Thema, eine andere Hans und Sophie Scholl sowie ihre Mitstreiter der Weißen Rose und deren Unterstützer Eugen Grimminger.

Auch musikalisch konnten sich die Gäste verwöhnen lassen: In der Liebfrauenkapelle gab die Musikschule ein bezauberndes Konzert, zum Abschluss spielte Kirchenmusikdirektor Kurt Enßle eigene Werke auf der Orgel der Johanneskirche.

Live‑Podcast „Hoffnungsmensch“: Gespräch mit Inge Majer in der Liebfrauenkapelle

Wer wollte, konnte in der Lieb­frauenkapelle auch noch eine besondere Talk-Sendung erleben: Dort wurde eine Folge des Podcasts „Hoffnungsmensch“ aufgezeichnet, bei der Moderator Steffen Kern Inge Majer von den Christusträgerschwestern interviewte. Die sind unter anderem dadurch bekannt geworden, dass sie die Autobahnkapelle an der Kochertalbrücke betreuen.

Ein Glaubensweg, der nachhaltig beeindruckt

Zu den Besonderheiten dieses Glaubenswegs gehörte, dass hier Stadt und Evangelische Kirchengemeinde gemeinsam eingeladen hatten. Davon zeigten sich viele Gäste nachhaltig beeindruckt, die sich nach dem Schlusssegen von Dekan Andreas Arnold mit einer Vielfalt von Eindrücken wieder auf den Heimweg machten.