Wir stärken auf diese Weise eine Empörungskultur
kritisiert Thorsten Latzel
Darunter leide die Freiheit, auch kritische Punkte konstruktiv zu diskutieren und zu einer wirklichen Begegnung zu kommen: „Ich habe in sozialen Medien wie Facebook oder Instagram noch keine wirklich gelungene Diskussion erlebt.” Kommunikativ sei es wichtig, in seinem Gegenüber immer den Menschen zu sehen „und nicht einen Feind”.
Vertrauen durch Gemeinschaftserfahrungen
Latzel beschrieb im epd-Gespräch am Rande der rheinischen Landessynode eine Misstrauenskultur in Deutschland: „Wenn ich nur auf mich selbst zurückgeworfen bin, überfordert mich das.” Neues Vertrauen könne durch Gemeinschaftserfahrungen entstehen. Menschen benötigten „das Lagerfeuer, um das wir uns mit anderen versammeln können”. Auch die Erfahrung der eigenen Selbstwirksamkeit könne gegen Misstrauen helfen
Ich kann nicht die Welt retten oder den Klimawandel stoppen, aber ich kann mich in einem Umfeld engagieren und so neues Vertrauen gewinnen
sagt Thorsten Latzel