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Antisemitismus

Speyer: Kirchen stehen jüdischer Gemeinde bei

Die beiden großen christlichen Kirchen haben Drohungen gegen die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer verurteilt. Die Bedrohung jüdischen Lebens sei nicht hinnehmbar.

Das Foto zeigt die Synagoge Beith-Shalom der jüdischen Kultusgemeinde von Rheinland-Pfalz in Speyer. Im linken Bildvordergrund ist ein stilisierter Siebenarmiger Leuchter zu sehen. Im rechten Bildhintergrund das Gebäude der Synagoge.
epd-bild/Thomas Lohnes
Die Synagoge Beith-Shalom der jüdischen Kultusgemeinde von Rheinland-Pfalz in Speyer.

Solidarität der Kirchen mit jüdischer Gemeinde

Nach einem anonymen Drohbrief an die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer haben die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer ihre Solidarität mit der Kultusgemeinde bekundet. Antisemitismus, Hass und jede Form der Bedrohung jüdischen Lebens seien nicht hinnehmbar, schrieben sie in einem gemeinsamen Schreiben.

Wir stehen antisemitischen Vorurteilen und Angriffen auf Jüdinnen und Juden entschieden entgegen – in unseren Kirchen, in unserer Gesellschaft und überall dort, wo jüdisches Leben angefeindet wird.

heißt es in dem Schreiben der  Evangelischen Kirche der Pfalz und des Bistums Speyer

Klare Haltung gegen Antisemitismus und Hass

„Eine Drohung gegen eine Synagoge ist ein Angriff auf Menschen, ihre Religionsfreiheit und gegen das selbstverständliche Recht, den jüdischen Glauben ohne Angst und Einschüchterung leben zu können“, heißt es. Christinnen und Christen seien mit Jüdinnen und Juden im gemeinsamen geistlichen Erbe in besonderer Weise verbunden. Landeskirche und Bistum wünschten den Mitgliedern der Kultusgemeinde „Kraft, Zuversicht und die Gewissheit, in dieser schwierigen Situation nicht allein zu sein“.

Was bei der jüdischen Kultusgemeinde in Speyer vorgefallen ist

Die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer hatte am vergangenen Freitag einen anonymen Brief erhalten, in dem angedroht wurde, die dortige Synagoge in die Luft zu sprengen. Der Brief enthielt nach Angaben der Polizei auch fremdenfeindliche Äußerungen, ein beigelegtes Pulver sei harmlos. Die Ermittlungen dauern an. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) forderte für die Täter die volle Härte des Strafrechts.