Rückzug und Veränderungen: Warnsignale für psychische Erkrankungen
Den psychischen Zustand eines Menschen von außen zu erkennen, ist schwer. Doch es gibt einige Frühwarnzeichen. Besonders wichtig ist, auf Veränderungen – ob langsam oder schnell – zu achten. „Wenn Hobbys vernachlässigt werden, sich die Kleidung verändert oder die Hygiene nachlässt“, sagt Hartmut Schott.
Auch Rückzug ist ein großes Merkmal. Wenn die Jugendlichen plötzlich nur noch in ihrem Zimmer sitzen oder keine Kontakte mehr zur Clique pflegen
sagt Hartmut Schott
Dass sich Kinder und junge Menschen zurückziehen und Hobbys irgendwann nicht mehr interessant sind, ist zu einem gewissen Grad normal. Wenn die Veränderungen jedoch extrem sind und mit Rückzug, Isolation, Appetitlosigkeit, Freudlosigkeit, Niedergeschlagenheit einhergehen, sollten sich Bezugspersonen Gedanken machen.
Wie Eltern helfen können, wenn Jugendliche sich verändern
Was kann man als Eltern tun, wenn man Veränderungen feststellt? Ganz wichtig sei, freundlich nachzufragen, was den Jugendlichen bedrückt oder „ob es etwas gibt, was man für ihn tun kann“, rät Hartmut Schott als Psychologe. Auch die Freunde anzusprechen, kann hilfreich sein, reflektiert er aus seiner eigenen Erfahrung. Wichtig bei allem sei, keinen Druck auszuüben, „immer freundlich, liebevoll und zugewandt“ zu bleiben, erklärt Hartmut Schott. „Sonst blockieren die Menschen.“