Die häufigtsten Hitzeschutz-Tipps lauten: Tagsüber Türen sowie Fenster geschlossen halten und Fenster sowie Glastüren abdunkeln, am besten von außen, also mit Markisen, Jalousien oder Rollläden. Vorhänge und Innenrollos sind weniger effektiv, aber besser als nichts.
Bewohnerinnen und Bewohner sollten in den eigenen vier Wänden nachts oder in den frühen Morgenstunden durchlüften – am besten Durchzug machen. Faustregel: Wenn es in der Wohnung wärmer ist als draußen, Fenster öffnen. Ist es draußen wärmer als drinnen, Fenster schließen. Wird es bei geschlossenen Fenstern und Türen zu stickig, kann ein Ventilator oder Fecher helfen. Zum Schlafen sollte eine leichte Bettwäsche, etwa nur Laken verwendet werden.
Bei starker Hitze kann es helfen, nasse Wäsche auf einem Wäscheständer in der Wohnung statt im Keller, auf dem Balkon oder gar im Trockner trocknen zu lassen. „Die dabei entstehende Verdunstungskälte kühlt die Raumtemperatur etwas ab“, erklärt der BUND, weist aber zugleich auf eine höhere Luftfeuchtigkeit hin, die die gefühlte Temperatur steigen lassen kann.
Zimmerpflanzen geben ebenfalls Feuchtigkeit ab und sorgen für Abkühlung. Große, robuste Pflanzen wie Gummibaum oder Monstera eignen sich besonders gut für die Luftkühlung durch Verdunstung.
Wer doch raus muss, sollte seine Haut unbedingt vor Sonnenstrahlung schützen. Und das bereits ab einem UV-Index von 3 – das entspricht etwa einem sonnigen Frühlings- oder Herbsttag in Norddeutschland. Als Mittel der Wahl empfehlen die Verbraucherzentralen Aufenthalt im Schatten und schützende Kleidung.
Was für Erwachsene gilt, gilt umso mehr für Kinder: Da ihre Haut extrem empfindlich ist, sollten sie sich bis zum zweiten Lebensjahr überhaupt nicht in direkter Sonne aufhalten.
Sobald ein UV-Index von 8 oder höher erreicht wird, ist laut dem Bundesamt schützende Kleidung Pflicht – inklusive einer Kopfbedeckung, die auch die Ohren und den Nacken abschirmt. Hautareale, die der Sonne ausgesetzt sind – auch oft übersehene, aber besonders empfindliche Partien wie Nase, Ohren und Fußrücken – sollten unbedingt großzügig mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden.