Abschied von Rita Süssmuth bei Trauergottesdienst
Bei einem Trauergottesdienst in Berlin haben politische Weggefährtinnen und Weggefährten am Dienstag, 24. Februar 2026, Abschied von der früheren Bundestagspräsidentin und Bundesministerin für Familie, Gesundheit und Frauen Rita Süssmuth (CDU) genommen. Süssmuth war am 1. Februar im Alter von 88 Jahren gestorben.
Zum Requiem in der St. Hedwigs-Kathedrale waren die Spitzen des Staates, darunter Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und Bundeskanzler Friedrich Merz (beide CDU) gekommen. Neben Mitgliedern des Bundeskabinetts, Ministerpräsidenten und zahlreichen Abgeordneten nahmen auch Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) und Altkanzler Olaf Scholz (SPD) an dem Gottesdienst teil.
Rita Süssmuths vielfältiges Engagement
Der katholische Prälat Karl Jüsten erinnerte in seiner Predigt an Süssmuths Einsatz „bis zuletzt für Gleichberechtigung, besonders für Parität in den Parlamenten”. Er hob zudem ihr Engagement gegen Aids, für Migranten, gegen Rassismus, für soziale Gerechtigkeit und auch besonders für die Stabilität der Demokratie hervor. „Nehmen wir ihr Erbe an”, sagte Jüsten.
Der Prälat sagte außerdem, vielleicht habe ein Grund für Süssmuths besondere Persönlichkeit auch in ihrer tiefen Verwurzelung im christlichen Glauben gelegen. Sie hätte wohl auch empfohlen, „die Liebe als das entscheidende Prinzip für eine gesellschaftliche und soziale Ordnung, als Leitmotiv für individuelles und kollektives Handeln zu verstehen”.