Beim Gefängnis-Projekt fließen Tränen
Nach etwa zehn Minuten ist Stefan fertig. „Ich war sehr aufgeregt, weil ich es perfekt machen wollte“, sagt er. Dann wird er emotional: „Ich musste mit den Tränen kämpfen. Wenn man ein kleines Kind hat, für das man nicht da sein kann – das ist schwer. Zuhause würde man ihm noch einen Gute-Nacht-Kuss geben oder es in den Arm nehmen. Das fehlt!“
Am Nachmittag bekommt Stefan Besuch von seiner Frau und seinem Sohn. Die Vorfreude hilft ihm, die Situation zu ertragen. Er hofft, bald in den offenen Vollzug wechseln zu können. Dann könnte er seinen Sohn öfter sehen. Diese Aussicht gibt ihm Kraft.
Alma und die anderen packen ihre Ausrüstung zusammen. Als sich die Gefängnispforte hinter ihnen schließt, spüren sie Erleichterung – und Dankbarkeit, etwas Sinnvolles getan zu haben.
Höreindruck aus dem Gefängnis