Schon von alters her hat der Mond die Menschen fasziniert. So verehrten die Menschen im alten Vorderen Orient den Mond, die Sonne und die Sterne als Gottheiten. Häufig wurde der Mond in Verbindung gebracht mit Fruchtbarkeit und Geburt. Weil er nicht in jeder Nacht gleichermaßen zu sehen ist, glaubten die Menschen, die Mondphasen hätten großen Einfluss auf jeden und jede Einzelne und auf die Gesellschaft.
Wegen des Mondzyklus waren die Menschen auch der Überzeugung, Lampen mit konkretem Auftrag dass der Erdtrabant durch seine veränderte Form und Farbe große Ereignisse ankündige. So machte der Mond Karriere als Schicksals- oder Orakelgottheit. Die Sumerer waren zudem davon überzeugt, dass der Mond regelmäßig in die Unterwelt hinabsteige, weshalb menschliche Augen ihn in dieser Zeit nicht sehen können. Des Mondes Wiederkehr wurde quasi als Auferstehung gefeiert.
Die Bibel dagegen hat andere Überzeugungen als die Glaubenslehre in der Welt, in der sie entstand. So heißt es im ersten Schöpfungsbericht:
Gott sprach: Lichter sollen am Himmelsdach entstehen, um Tag und Nacht voneinander zu trennen! Sie sollen als Zeichen dienen, um die Feste, die Tage und Jahre zu bestimmen, und der Erde Licht geben. Und so geschah es. Gott machte zwei große Lichter. Das größere Licht sollte den Tag beherrschen und das kleinere die Nacht. Dazu kamen noch die Sterne. Gott setzte sie an das Himmelsdach, um der Erde Licht zu geben. Sie sollten am Tag und in der Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis trennen. Und Gott sah, dass es gut war.
1.Mose 1,14-18, Basis Bibel
Das erste Mosebuch hat an dieser Stelle eine klare Linie: Es gibt nur einen einzigen Gott. Dieser hat Sonne, Mond und dazu auch die Sterne gemacht. Sie sind deshalb allesamt eben keine Götter, sondern Geschöpfe. Ihre Aufgabe: Licht sein für die Welt, die Erde erleuchten. So können die Menschen Tag und Nacht unterscheiden, Festzeiten, Tage und Jahre. Sie können daran ablesen, wann Zeit ist zu feiern, zu säen und zu ernten. Einige Psalmen sehen den Mond auch als Zeichen für Beständigkeit.
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