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Erdbeben Kolumbien

Welthungerhilfe: Erdbeben in Kolumbien verschärft Lage armer Menschen

Das Erdbeben in Kolumbien hat eine der ärmsten Regionen des Landes getroffen. Die Welthungerhilfe warnt vor einer Verschärfung der ohnehin schwierigen Ernährungslage. Von epd und Redaktion

Ein Gebäude, das nach einem Erbeben zusammengebrochen ist. Es sind viele Trümmer zu sehen.
Unsplash/Jose Antonio Gallego Vázquez
Symbolbild: zerstörte Häuser nach einem Erdbeben (nicht in Kolumbien).

Über 220 Tote nach Erdbeben in Kolumbien

Nach dem schweren Beben in Kolumbien brauchen die Menschen in den betroffenen Regionen laut Welthungerhilfe sichere Unterkünfte und sauberes Wasser. Das Erdbeben treffe viele Familien, die schon vorher unter schwierigen Bedingungen gelebt hätten, erklärte die Hilfsorganisation am 12. August in Bonn.

Bei dem Erdbeben, das sich am 10. August ereignete, handelt es sich um das stärkste Beben dieses Jahrhunderts in Kolumbien und es hat weitreichende Verwüstungen angerichtet. Vor allem im Westen des Landes habe es schwere Schäden verursacht, erklärte die Welthungerhilfe. Viele Menschen könnten nicht in ihre beschädigten Häuser zurück und wüssten nicht, wo sie die kommenden Nächte verbringen werden. Nach UN-Angaben starben mehr als 220 Menschen. Die Regierung Kolumbiens hat den nationalen Notstand ausgerufen.

Konkrete Hilfe vor Ort: Essen, Infrastruktur und psychosoziale Unterstützung

Das Epizentrum des Bebens lag im Departement Chocó, das zu den ärmsten Regionen Kolumbiens gehöre, teilte die Welthungerhilfe mit. Bereits vor dem Erdbeben sei die Ernährungslage dort schwierig gewesen. Viele Frauen, Männer und Kinder dort litten Hunger. Die Welthungerhilfe stelle 100.000 Euro Soforthilfe bereit, um Überlebende zu unterstützen.

Stromausfälle, beschädigte Straßen und ausgefallene Mobilfunknetze erschwerten den Zugang zu abgelegenen Gemeinden. „Unsere Partner sind vor Ort unterwegs, um schnell festzustellen, wo die Not am größten ist und welche Hilfe zuerst gebraucht wird“, erklärte die Programmvorständin der Welthungerhilfe, Bettina Iseli.

Auch die Diakonie Katastrophenhilfe gab auf ihrer Website bekannt, dass ihre Helferinnen und Helfer vor Ort seien und psychosoziale Unterstützung für betroffenen Menschen anbieten.