Das Ehepaar, das aus dem sächsischen Vogtland stammt kennt sich mit Erdbeben aus: Die Seels verbrachten bereits fünf Jahre in Haiti nach dem dortigen schweren Erdbeben, um beim Wiederaufbau zu helfen. Diese Zeit hat sie geprägt.
Man gewöhnt sich an die Bilder von eingestürzten Häusern.
sagt Daniel Seel
Aber an die tragischen Schicksale der Menschen werden sich die beiden nie gewöhnen. „Wir haben hautnah mitbekommen, wie eine Mutter schon seit sieben Tagen um ihren Sohn bangte, der unter den Trümmern lag, haben ihre Erschöpfung und ihr ängstliches Hoffen gespürt”, sagt Alexandra Seel. Sie sprachen auch mit Familien, die alles verloren haben.
Dringend benötigt werden medizinische Produkte, wie Verbandsmaterial oder Medikamente, die es vor Ort nicht gibt. Es gebe hoch motiviertes medizinisches Personal, aber das Material fehle überall. Das sei nötig, damit die mobilen Kliniken des Baptistenbunds vor Ort, dem Projektpartner der Seels, weiter betrieben werden könnten.
Der Verbund verteilt Hilfsgüter, ist mit mobilen Kliniken im Einsatz und kümmert sich um traumatisierte Kinder in Notunterkünften. Auch die Seels bringen sich mit ein: Daniel als gelernter Heizungssanitärmeister und Alexandra als Erzieherin mit einer Weiterbildung in Traumapädagogik. Sie wollten für die
Menschen da sein.
Wir fühlen uns hier an dem Platz, an dem Gott uns haben möchte.
sagt das Ehepaar Seel