In allen spielt der Tod eine Rolle, vor allem aber das Leben, in dem damit umgegangen sein will. Wir lesen von alten Menschen, die den Zweiten Weltkrieg noch als Kinder mitbekamen, der am Lebensende wieder durch die Köpfe spukt, auch wegen des aktuellen Ukraine-Kriegs. Jemand verliert viel zu früh seine Frau, die an Demenz litt. Jemand anders trauert um sein Kind. Eine Frau begräbt ihren Vater. Aber alle stehen in der einen oder anderen Form weiter im Leben. Selbst der „Sensenmann“ zockelt mal von dannen, weil der, den er holen wollte, ihn mit Brot und Wein bewirtet und zum Lachen bringt.
Alle Episoden spielen im kleinstädtischen oder dörflichen Bereich. Sie sind wie Skizzen angelegt. Ihr Reiz besteht unter anderem darin, dass sie sich in der Fantasie des Lesers zu Romanen entwickeln und so die unterschiedlichen Schicksale, geprägt von ihrer Zeit, weit über das Erzählte hinaus vor Augen stehen. Das ist kein religiöses Jenseits-Trostbuch, das Christof Messerschmidt – Pfarrer, Autor und seit 2022 Dekan in Schwäbisch Hall – da verfasst hat. Es ist ein Buch prall vom Diesseits – weil wir auch mit Verlusten und Trauer leben – und sogar lachen können.