Entgegen den vorherrschenden patriarchalen Traditionen versucht Hayat trotzdem, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Vergeblich, ihre Klugheit und mutige Entschlossenheit reichen nicht aus, die strengen Normen zu durchbrechen. Sie wird gezwungen, den älteren Cousin zu heiraten. Die erzwungene Ehe ist von Anfang an von Demütigungen und Vergewaltigung geprägt. Erstmals kommt es zum Gewaltexzess, als sie sich weigert, ihrem Ehemann die Füße zu waschen, viele weitere Schläge folgen. Am Ende wird Hayat vom Ehemann verstoßen und ins Elternhaus zurückgeschickt.
In ihrem preisgekrönten Roman präsentiert Alsamad beklemmende Einblicke in das Leben von Frauen der drusischen Religionsgemeinschaft, die sich den Traditionen bedingungslos unterzuordnen haben – und die diese Regeln ungefiltert an ihre Töchter und Söhne weiter-geben.
Darüber hinaus klärt die in Deutschland lebende Autorin darüber auf, wie die geologischen und klimatischen Gegebenheiten ihrer Heimat, das fehlende Wasser und die ausbleibenden Regenfälle die Entwicklung des Landes beeinflussen und Generationen dazu veranlassen, ihr eigentlich fruchtbares Heimatland zu verlassen.