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Buchtipp: „Das Leben fing im Sommer an” von Christoph Kramer

Euphorie und Selbstzweifel

Jung und Alt haben oft wenig Verständnis füreinander. Christoph Kramer lädt mit seinem Roman die ältere Generation dazu ein, die Lebenswelt junger Menschen ernst zu nehmen. Von Franciska Bohl

Buchcover „Das Leben fing im Sommer an” von Christoph Kramer Buchtipps
Canva
Christoph Kramer: Das Leben fing im Sommer an. Kiepenheuer & Witsch 2025, 246 Seiten, 23 Euro.

Die Reise des Protagonisten führt zurück ins Jahr 2006: Es ist ein heißer Sommer, die Fußball-Weltmeisterschaft hält das Land in Atem. Der 15-jährige Chris erlebt unvergessliche Ferien: mit der ersten Liebe, unterwegs auf einer verbotenen nächtlichen Autofahrt mit den besten Kumpels und im Spannungsfeld seiner eigenen Identitätssuche. Eine emotionale Achterbahnfahrt jagt die nächste in dem autobiografischer Coming-of-Age-Roman. Wer es böse meint, kann über die trivialen Schilderungen lästern, wer aber den Autor, den ehemaligen Profifußballer und heutigen Sportexperten Christoph Kramer, vom Fernsehen kennt, ist angerührt – und nimmt ihm jede Schilderung ab, weil sie von Herzen kommt.

Die Sprache ist authentisch und lädt dazu ein, die Probleme und Lebenswelt junger Menschen ernst zu nehmen. Und sich selbst daran zu erinnern, wie fragil das eigene Seelenleben in diesem Lebensabschnitt ist, in dem Selbstzweifel und grenzenlose Euphorie ganz nah beieinander liegen.

Das Buch erhalten Sie über den neuen Gemeindeblatt-Onlineshop oder beim Gemeindeblatt-Leserservice unter 0711 60100-28.