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Buchtipp: „Frieden? Sichern!“ von Heinz Klippert

Gegen jede Schwarz-Weiß-Malerei

„Frieden? Sichern!“ hat Heinz Klippert seine „Anleitung zur Belebung pazifistischen Denkens“ überschrieben. Von Florian Riesterer

Buchtipps
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Heinz Klippert: Frieden? ­Sichern! Anleitung zur Belebung pazifistischen Denkens. Westend 2024, 336 Seiten, 24 Euro.

Heinz Klippert hat viele Jahre in Landau am Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstitut der evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz unterrichtet. Er macht sich Sorgen, dass Krieg als Mittel der Friedenssicherung verklärt wird. Genau deshalb plädiert der promovierte Ökonom in seinem Buch für einen reflektierten Pazifismus. Darin sind Waffeneinsätze zwar nicht ausgeschlossen, das Deeskalieren von Konflikten hat aber höchste Priorität. Dezidiert wendet er sich gegen einseitige Schuldzuweisungen und ruft zum Perspektivwechsel auf.

Den Hauptteil seines Buches, in dem Klippert die Aufrüstungs-, Entspannungs- und Friedenspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg kommentiert, machen „Reflexionsanstöße für Friedensuchende“ aus. Klippert hat Fakten, Kommentare und Kontroversen zum Themenkomplex „Krieg und Frieden“ dokumentiert, etwa zum Hintergrund des Ukrainekriegs, zur Wirkung von Wirtschaftssanktionen, zu Waffenexporten oder zur Berichterstattung über Kriege.

Mit den Impulsen will Klippert, der den Aufbau von mehr Sozialkompetenz in den Schulen als einen Baustein für den Umgang mit Konflikten sieht, helfen, hinter die Kulissen von „Kriegstreiberei“ zu schauen. Die einzelnen Schwerpunkte ergänzt Heinz Klippert jeweils mit einem Leitfaden für Lehrkräfte, der bei der Unterrichtsgestaltung weiterhelfen kann.