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Buchtipp: „Liebe! Ein Aufruf“ von Daniel Schreiber

Liebe zur Schöpfung und zu den Menschen

In seinem kurzen Essay appelliert Daniel Schreiber, sich dem gegenwärtigen Egoismus und Hass entgegenzustellen, die neoliberalem und rechts­ex­tremem Denken entspringen. Von Antje Schmitz

Buchcover „Daniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf.” Buchtipps
Canva
Daniel Schreiber: Liebe! Ein Aufruf. Hanser Berlin 2025, 160 Seiten, 22 Euro.

Daniel Schreiber wünscht sich eine Politik der Liebe. In seinem kurzen Essay appelliert er an die Leserinnen und Leser, sich dem gegenwärtigen Egoismus und Hass entgegenzustellen, die neoliberalem und rechts­ex­tremem Denken entspringen und immer mehr Anhänger finden. Er selbst, das gibt er offen zu, wird darob immer wieder von Verzweiflung ergriffen. Darin möchte er nicht verharren.

Den erzählerischen Rahmen seines Essays liefert ein Schreibkurs, den er auf dem Land gibt. Die Teilnehmer bilden eine kleine, solidarische Gemeinschaft auf Zeit. Im Kleinen funktioniert, was im Großen derzeit nicht zu gelingen scheint. Zwischendurch geht Daniel Schreiber im Wald spazieren, aufmerksam für die Natur, die Schöpfung, und hängt seinen Gedanken nach. „Vielleicht bestand meine eigentliche Aufgabe auch jetzt darin, diesen Kern der Weltverbundenheit trotz aller beängstigenden Entwicklungen zu bewahren.“ Er möchte die Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft zurückerlangen, indem er die Liebe zur Schöpfung und zu den Menschen in den Mittelpunkt stellt.

Schreiber durchdenkt Vorstellungen der Liebe, von der jüdisch-christlichen Tradition bis zur Philosophin Hannah Arendt und dem Soziologen Erich Fromm. „Liebe, Empathie und Zuversicht kommen meist leise daher. Sie eignen sich nicht zum Aufschrei.“ Schreibers Buch endet mit einem langen Appell, in dem er Liebe, Versöhnung und Vergebung fordert. Er schließt mit Tipps zur weiteren Lektüre und öffnet die Herzen.

Das Buch erhalten Sie über den neuen Gemeindeblatt-Onlineshop oder beim Gemeindeblatt-Leserservice unter 0711 60100-28.