Wie kann man trauern? Und wie finden Trauernde den Weg zurück ins Leben? Sybil Volks beschreibt in ihrem Roman ganz unterschiedliche Situationen und Wege, mit der Trauer um einen geliebten Menschen umzugehen: Auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin treffen sich ganz unterschiedliche Persönlichkeiten zu einem Trauercafé, dem „Café finito“. Ins Leben gerufen hat es Kristof, der Friedhofswärter. Iris, die Schriftstellerin, hat ihre Mutter verloren. Die 70-jährige Lizzie ihren Mann. Matthias trauert um seine Geliebte, eine Schauspielerin, die junge Ärztin Mira um ihre Freundin. Sie alle haben ihre Geschichte, die nicht immer frei ist von Konflikten.
Ein Jahr lang kommen sie bei Kristof zusammen und geben ihrer Trauer Raum. Machen ihrer Enttäuschung Luft, ihrem Ärger, ihren verpassten Chancen. Sie geraten in Streit miteinander, sie lachen gemeinsam. Plötzlich kommen sorgsam gehütete Geheimnisse ans Licht. Und manchmal kommt es auch zu unfreiwillig komischen Situationen zwischen den Trauernden.
Sybil Volks erzählt die jeweiligen Geschichten einfühlsam und knüpft sie behutsam zu einem großen Ganzen zusammen. Sie beobachtet genau und beschreibt die Situationen mit feinem Humor.
Die Schicksale der Menschen im Roman machen Mut, sie sind berührend. Sie bringen zum Nachdenken über ein schweres Thema, und das mit einer gewissen Leichtigkeit. Dabei lernt man auch den Dorotheenstädtischen Friedhof kennen mit seinen Prominenten.