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Buchtipp: „Adieu, Ella“ von Elke Rutzenhöfer

Wenn ein Kind geht

Autorin Elke Rutzenhöfer erzählt die wahre Geschichte ihrer Tochter Ella, die nach einem Hirntumor zunächst ins Leben zurückfindet. Doch dann folgt der Rückfall und es bleiben nur wenige Monate, um Abschied zu nehmen. Von Tobias Glawion

Bücherregal im Hintergrund, Buchcover Elke Rutzenhöfer: Adieu, Ella. im Vordergrund Buchtipps
Canva
Elke Rutzenhöfer: Adieu, Ella. bene! 2026, 114 Seiten, 18 Euro.

Manche Bücher liest man, andere lassen einen nicht mehr los. „Adieu, Ella“ von Elke Rutzenhöfer gehört für mich zur zweiten Kategorie. Rutzenhöfer erzählt die wahre Geschichte ihrer Tochter Ella, die nach einem Hirntumor zunächst ins Leben zurückfindet. Doch dann folgt der Rückfall. Mutter und Tochter bleiben nur wenige Monate, um Abschied zu nehmen. Schonungslos ehrlich beschreibt die Autorin, wie sie das Sterben ihres Kindes erlebt, erträgt und durchkämpft.

Die Stärke dieses Buches liegt in seiner Wahrhaftigkeit. Es bietet keine billigen Antworten, keine platte Vertröstung à la „Der liebe Gott macht alles wieder gut. “ Stattdessen begegnen uns Liebe, Wut, Hoffnung, Verzweiflung – und die quälende Frage nach dem Warum. Am Ende bleibt die schmerzliche Erkenntnis: Ella fehlt.

Gerade diese Ehrlichkeit macht das Buch so ergreifend. Rutzenhöfer findet Worte für das Unsagbare und schildert die unerschütterliche Liebe einer Mutter mit literarischer Kraft und emotionaler Tiefe.

Rafik Schami, einer der bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller mit syrischen Wurzeln, schreibt im Vorwort: „Ich wünsche niemandem solch eine Katastrophe, aber ich empfehle allen, dieses Buch zu lesen.“ Treffender lässt sich dieses außergewöhnliche Werk kaum beschreiben.

„Adieu, Ella“ hat mich tief bewegt und lange nach der letzten Seite begleitet. Ein mutiges, eindringliches und zutiefst menschliches Buch über Verlust, Trauer und Liebe.

Das Buch erhalten Sie über den Gemeindeblatt-Onlineshop oder beim Gemeindeblatt-Leserservice unter 0711 60100-28.