Zwei Jahre ist es her, dass islamistische Hamas-Kämpfer Israel überfallen haben, dabei Menschen grausam ermordeten, Frauen vergewaltigten, Babys und alte Menschen folterten. Noch immer halten sie israelische Geiseln im Gazastreifen fest. Wie konnte es zu diesem Massaker kommen? Welche Gründe finden sich in der Religion der Täter? Unter anderem diesen Fragen geht der liberale Freiburger Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi in „Die Liebe zum Hass“ nach. Seine These: Im politischen Islam gibt es eine Kultur der Verachtung von Juden, die viele Muslime mobilisiert. Anhand von historischen Ereignissen und Suren aus dem Koran zeigt Ourghi die Ursprünge des islamischen Antisemitismus und seine Entwicklung bis heute auf. Den 7. Oktober nennt er den Auslöser für die weltweite „Explosion des Antisemitismus“.
Am Anfang seines Buches beschreibt Ourghi, was den Menschen in den überfallenen Kibbuzen am 7. Oktober angetan wurde. Das Kapitel zeigt die Methoden der Terroristen in ihrer vollen Grausamkeit. Beispielsweise erklärt Ourghi anhand von Quellen aus dem Koran, warum Frauen so brutal zugerichtet wurden.
Das Buch stellt konservative Muslime nicht unter Generalverdacht, zeigt aber mit deutlichen Worten auf, wo die Probleme und Gefahren Ourghis eigener Religion und deren Politisierung liegen. Es kann als Appell verstanden werden, dem wachsenden Antisemitismus entgegenzutreten, denn wer die Ursprünge von Ablehnung kennt, kann sich für Frieden einsetzen.