Der Roman von Christian Huber beschreibt das Leben einer jungen Fernsehjournalistin, die in ihrem Job plötzlich feststeckt. Sie leidet unter dem Druck der Alltagsspannungen, den damit verbundenen Herausforderungen in der Medienwelt, hat finanzielle Probleme und Angst zu scheitern. In einer Reportage über das Leben auf der Straße sieht sie eine Möglichkeit, ihr Talent unter Beweis zu stellen und ihren Job zu sichern.
Auf der Suche nach Menschen mit einem solchen Hintergrund trifft sie auf Bohm. Er besitzt nichts außer einem alten Rucksack, kämpft sich durch Tage und Nächte und öffnet auch Post nicht, die ihn über eine Sozialstation erreicht. Seit Jahren lebt er auf der Straße und weigert sich trotz großzügigem finanziellen Angebot beharrlich, seine Lebensgeschichte über einen TV-Sender ausstrahlen zu lassen.
Die Gründe dafür, dass er sich schließlich doch dafür entscheidet, brechen seinen Stolz, überraschen, verändern zwei Leben auf markante Weise und rufen unterdrückte Lebenserfahrungen ins Bewusstsein. Ein zwischenmenschliches Miteinander, das auch der Fernsehjournalistin einen neuen Blick auf ihr bisheriges Leben ermöglicht und dem Lesenden etwas Einblick in die Nöte von Obdachlosen gewährt. Christian Huber ist als Autor des Sommer-Bestsellers „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ bekannt geworden.