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Buchtipp: „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber

Zwei Welten. Ein Moment. Alles ändert sich.

„Solange ein Streichholz brennt“ lautet der Titel eines Portraits zweier Welten: Beide Menschen voller Abgründe und Selbstzweifel, Sehnsucht und Zuneigung zugleich. Von Brigitte Scheiffele

"Buchcover Christian Huber: Solange ein Streichholz brennt." Buchtipps
Canva
Christian Huber: Solange ein Streichholz brennt. dtv 2026, 352 Seiten, 23 Euro.

Der Roman von Christian Huber beschreibt das ­Leben einer jungen Fernsehjournalistin, die in ­ihrem Job plötzlich feststeckt. Sie leidet unter dem Druck der Alltagsspannungen, den damit verbundenen Herausforderungen in der Medienwelt, hat finanzielle ­Probleme und  Angst zu scheitern. In einer Reportage über das Leben auf der Straße sieht sie eine Möglichkeit, ihr Talent unter Beweis zu stellen und ihren Job zu sichern.

Auf der Suche nach Menschen mit einem solchen Hintergrund trifft sie auf Bohm. Er besitzt nichts außer einem alten Rucksack, kämpft sich durch Tage und Nächte und ­öffnet auch Post nicht, die ihn über  eine Sozialstation erreicht. Seit Jahren lebt er auf der Straße und weigert sich trotz großzügigem ­finanziellen Angebot beharrlich, seine Lebensgeschichte über einen TV-Sender ausstrahlen zu lassen.

Die Gründe dafür, dass er sich schließlich doch dafür entscheidet, brechen seinen Stolz, überraschen, verändern zwei Leben auf markante Weise und rufen unterdrückte Lebenserfahrungen ins Bewusstsein. Ein zwischenmenschliches Mitei­nander, das auch der Fernsehjournalistin einen neuen Blick auf ihr bisheriges Leben ermöglicht und dem Lesenden etwas Einblick in die Nöte von Obdachlosen gewährt. Christian Huber ist als Autor des Sommer-Bestsellers „Man vergisst nicht, wie man schwimmt“ bekannt geworden.

Das Buch erhalten Sie über den Gemeindeblatt-Onlineshop oder beim Gemeindeblatt-Leserservice unter 0711 60100-28.