Gerade schnaufte Eliott noch auf seinem Roller den Hügel hoch zum Eiswagen. Da ist seine Freundin Pauli wie vom Erdboden verschluckt. Eben fuhr sie noch hinter ihm her und hatte ihm empört vom geplanten Kahlschlag eines kleinen Naturparadieses berichtet.
So bizarr es klingen mag, Eliott, der gerne auf sein Bauchgefühl hört, ist sich sicher, dass sie in den großen Hut gesogen wurde, der plötzlich auf der Wiese herumsteht. Etwas ängstlich zieht er die coole Pola, Paulis beste Freundin, zu Rate, die ihn stets herablassend behandelt. Natürlich hält sie ihn für verrückt, lässt sich schließlich aber doch auf seine „Theorie“ ein. Denn Pauli taucht nicht wieder auf. Aber wie holt man jemanden aus einem großen Hut?
„Wie der seltsamste Traum“, so der Titel des Kinderbuchs ab 12 Jahren, muten Pola ohnehin manch dunkle Geschehnisse in ihrem jungen Leben an. Sie rettet sich ins Lesen zeitgenössischer Lyrik. Zitate daraus verbinden, von der Autorin geschickt eingesetzt, auf gewisse Art die wirkliche mit der magischen Welt. Im Vordergrund aber stehen Themen wie Zusammenhalt, Mut, sich einzusetzen, Verantwortung, Selbstwirksamkeit – und wie jeder auf seine Weise einzigartig ist. Ein sehr besonderer Roman, dem man viele junge Lese-Enthusiasten wünscht.