Herr Professor Schimmel, Sie haben den kleinsten Transistor der Welt entwickelt, der mit einem einzigen Atom schaltet. Für Laien klingt das nach Science-Fiction. Was fasziniert Sie an dieser unsichtbaren Nanowelt?
Thomas Schimmel: In einem USB-Stick, kleiner als ein Fingernagel, stecken heute so viele Transistoren, wie es Menschen auf der Erde gibt: über acht Milliarden. Diese winzigen Bauteile sind die Arbeitstiere in unseren Computern und Handys, sie erledigen die Rechenoperationen. Die Nanotechnologie ist also längst tief in unserem Alltag verankert, auch wenn wir diese winzige Welt meist nicht bemerken.
Als Naturwissenschaftler sagen Sie, Sie entdecken die Naturgesetze nur, Sie machen sie nicht. Wenn die Natur Gesetzen folgt, wer hat diese Naturgesetze geschrieben?
Thomas Schimmel: Genau das ist die faszinierende Frage. Wir wissen heute: Das Universum hatte einen Anfang. Auf geheimnisvolle Weise waren aber wohl von Anfang an die Naturgesetze im jungen Universum „implantiert”, nach denen sich der Kosmos dann entfaltet hat. Der berühmte Physiker Stephen Hawking hat die zentrale Frage gestellt:
Was ist es, das den Gleichungen das Feuer einhaucht und ein Universum für sie erschafft, das sie beschreiben können?
fragte Physiker Stephen Hawing einst
Sie laden Menschen ein, den Glauben auszuprobieren. Wie sieht so ein Glaubensexperiment im Alltag aus?
Thomas Schimmel: Die Bibel ist ein experimentelles Buch – genauso wie das Physikbuch: Sie enthält Aussagen, die nicht beweisbar, wohl aber überprüfbar sind. Jesus Christus sagt: „Wer bittet, der empfängt. Wer anklopft, dem wird aufgetan.” Das ist eine Einladung zum Ausprobieren, bei Gott anzuklopfen. Das beginnt mit dem ersten Gebet, dem bewussten Entschluss, dass ich mein Leben in Gottes Hand lege. Glaube heißt Vertrauen. Wir dürfen Gott vertrauen und unser Leben vertrauensvoll in seine große Hand legen.