Jesus und Matthäus, der Evangelist, sie hören Gottes Prophetenwort ganz direkt und handeln entsprechend in ihrem Leben. Was, wenn wir das auch tun? Welche Haltung, welchen Lebensstil bedeutet das für unseren Advent? Es heißt: Er kommt! Er kommt zu uns. Jesus wusste: Ich bin es. Matthäus, der Evangelist, wusste es auch. Und wir, die wir Adventswege aufstellen, basteln, spielen mit unseren Kindern, mit Maria hochschwanger auf dem Rücken des Esels, wir malen uns aus, wie es kurz vor seiner Geburt in Bethlehem wohl gewesen sein mag. Und es berührt uns. Es macht auch uns sanftmütig und einfühlsam für Mutter und Kind.
Welche Wirkung Gottes Prophetenwort zu seinen Zeiten hatte! Hoffnung bewirkte es und große Erwartung von Frieden. Damals beim Propheten Sacharja (Sacharja 9,9), damals mit Jesus, damals bei denen, für die das Matthäusevangelium entstand und die es aufnahmen. Wie wird es jetzt bei uns sein, die wir den ersten Adventssonntag begehen auf Weihnachten hin, unser Christfest, in einem neuen Kirchenjahr?
Wenn wir die ganze biblische Geschichte lesen, sehen wir: Die Zeichen der Hoffnung sind grün. Die Zweige von den Bäumen, Palmen oder Fichten. Baumschnitt, das sind Reste, aus denen man Schönes machen kann, damals wie heute. Adventszweige, Adventsschmuck. Andere haben andere Mittel und andere Ideen, auf die wir vielleicht nie kommen würden, und es mag uns manches auch befremden, ja, alles verstehen wir nie. Doch die große Erwartung und Freude sind deutlich vernehmbar: Hoffnung mit eindrücklichen Ansagen. Denn es wird gut, ja, du kannst dich schon freuen!
Wir gehören dazu zum Volk, das ihm vorangeht und nachfolgt. Hosianna, das heißt: Hilf uns doch. Und so ganz hilflos sind wir schon gar nicht mehr, denn er kommt ja, er kommt vom Höchsten. Und wir wissen ja auch, wie es werden kann, wenn er kommt.
Denn wie es schon weitergegangen ist mit Jesus, das ist auf der ganzen Welt bekannt und ist uns Warnung, aber noch mehr. Böses geschah, schrecklich. Und der Frieden? Das Kind, das in Bethlehem zur Welt kam, es wurde bald verfolgt und zur Flucht gezwungen. Weiter ging es, vermutlich mit dem Esel – der Evangelist Matthäus berichtet dazu keine Einzelheiten (Matthäus 2,13 und folgende). Nur, dass es bewahrt blieb und dass Gottes Prophetenworte sich erfüllten. 30 Jahre später kommt er nun auf dem Esel nach Jerusalem, sanftmütig, friedlich. Böses geschieht wieder, viel Böses, schrecklich. Und der Frieden? Er trug die Last der Welt ans Kreuz und es begann ein erneuertes Leben für alle, unverwundbarer Frieden nach allem Bösen.
Er kommt! Und wir sind auf seinem Weg. Wir gehen ihm voran und folgen ihm nach und suchen und finden mit den Tieren, den Pflanzen und den Ressourcen, die wir haben, unsere Lebensmöglichkeiten, sanftmütig und friedlich in diesem Advent. Und deutlich wahrnehmbar für viele. Denn er kommt und wir freuen uns schon! Frieden wird werden und hilflos sind wir nicht!