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Impuls

Gib die Hoffnung nicht auf!

Impuls für den Dritten Advent: Römer 15,4-13.

Römer 15,4-13 (in Auszügen aus der Basisbibel)

Denn wir sollen die Hoffnung nicht aufgeben. Dabei helfen uns die Ausdauer und die Ermutigung, die wir aus der Heiligen Schrift gewinnen können. Diese Ausdauer und diese Ermutigung kommen von Gott. Er gebe auch, dass ihr euch untereinander einig seid – so wie es Christus Jesus angemessen ist. Dann könnt ihr alle miteinander Gott, den Vater unseres Herrn Jesus Christus, wie aus einem Munde loben. Und schließlich sagt Jesaja: „Aus der Wurzel Isais wird ein neuer Spross hervorgehen. Er wird sich erheben, um über die Völker zu herrschen. Und auf ihn werden sie ihre Hoffnung setzen.“ Der Gott, der Hoffnung schenkt, erfülle auch euch in eurem Glauben mit lauter Freude und Frieden.

Pfarrer Tobias Feldmeyer
privat
Tobias Feldmeyer ist Pfarrer der Kirchen­gemeinde Gelbingen-Eltershofen im Dekanat Schwäbisch Hall-Gaildorf.

Die Hoffnung nicht aufgeben – das klingt zumindest herausfordernd. An der Hoffnung auf eine friedliche und bessere Welt festhalten angesichts der Kriege und der Gewalt in dieser Welt? Die Hoffnung nicht aufgeben – vielleicht angesichts einer bedrohlichen gesundheitlichen Diagnose? Hoffnung haben für unsere Gesellschaft, in der sich Menschen immer weiter voneinander entfernen und zum Teil schon gar nicht mehr miteinander reden? Wie können wir Hoffnungsmenschen bleiben?

Hoffnung setzt auf etwas, was in der Zukunft liegt, deshalb braucht es Ausdauer. Hoffnung erfüllt sich eben nicht in der Zeit, in der ich ein Päckchen bestelle und es vor meiner Haustüre liegt. Hoffnung braucht Geduld und Ausdauer. Und: Hoffnung braucht immer wieder neue Nahrung, um auszuhalten und nicht aufzugeben. Diese Nahrung für unsere Seele finden wir in den Geschichten und Gebeten der Bibel. Gott selbst gibt unserer Hoffnung Nahrung, denn wir wissen: Gott ist treu. Was er zusagt, das hält er. Wenn Gott uns eine andere Zukunft verspricht, dann steht er zu seinem Wort. Und wir loben Gott mit unseren Gebeten und Liedern. Da singen wir schon von der Rettung, die wir noch ersehnen. Da preisen alle Völker den Herrn. Wenn wir Gott loben, dann singen wir von seiner Zukunft und stärken zugleich unsere Hoffnung.

Um Hoffnungsmenschen zu bleiben, brauchen wir einander, deshalb ist Paulus die Einheit so wichtig. Wir brauchen einander, um uns Mut zuzusingen, um miteinander Gottes Wort zu hören, um einander an die Treue Gottes zu erinnern. Wir können einander annehmen, weil Christus uns schon lange angenommen hat. Und wir können uns, ohne perfekt sein zu müssen, schon in der Liebe üben, die einmal unser ganzes Leben gestalten wird.

Worauf setzen wir unsere Hoffnung? Wir hoffen auf Gott, der seine Welt neu machen wird. Diese neue Welt ist schon im Werden. Sie hat begonnen mit einem kleinen Spross aus der Wurzel Isais, mit der Geburt des Retters Jesus Christus, und sie wächst und wird. Alle Völker werden Gott gemeinsam loben, auch ehemalige Feinde werden gemeinsam Jesus Christus ehren, statt sich zu bekriegen. Und Jesus Christus wird gerecht und gut über alle herrschen. Die neue Erde, die neue Welt, sie wird tatsächlich ein wundervoller Ort sein, ein Ort voller Liebe und Frieden.

Christus kommt wieder – das gibt uns den Mut, heute schon aus dieser Hoffnung zu leben: Mut zu kleinen Schritten, Kraft zur Vergebung, Energie zum Dranbleiben, auch dann, wenn es mühsam wird. Das ist Advent.

Gebet

Jesus Christus, auf Dich hoffe ich! Erfülle mich mit Freude und Frieden, während ich auf deine Rettung warte. Lass nicht zu, dass ich mutlos werde. Gib mir heute die Liebe, die unsere Welt ­verändert. Amen.

Den geistlichen Impuls für jeden Tag finden Sie im AndachtsCast.

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