Prälatur Reutlingen

David als cooler Kinderheld

DORNHAN (Dekanat Sulz) – Geschichten aus der Bibel faszinieren auch die Kinder von heute. Der Kampf von David und Goliath ist da ein dankbarer Stoff, in Dornhan wird er am Palmsonntag im Rahmen eines Kindermusicals aufgeführt.

Viele Kinder heben ihre Arme nach oben und freuen sich. Reutlingen
Foto: Bärbel Altendorf-Jehle
Mit Feuereifer dabei: die Musical-Kinder aus Dornhan.

Wieder einmal veranstaltet Bezirkskantorin Judith Kilsbach ein Kindermusical im Kirchenbezirk Sulz. „David – ein echt cooler Held“ heißt das Stück von Ruthild Wilson und Helmut Jost (Musik) von der „Creative Kirche“. Es ist eigentlich ein reines Erzählstück, doch Kilsbach hat daraus 20 Rollen herausgekitzelt, weil viele Kinder nicht nur bei diesem Musical dabei sein, sondern auch gerne noch Solopartien übernehmen wollten.

40 Kinder aus dem Nahbereich Dornhan, zwischen sechs und zwölf Jahren, machen mit und 15 Mitarbeiterinnen und Mit-arbeiter helfen, die Rasselbande in Schach zu halten. Das Projekt wird von Diakonin Annika Hölzle, Diakon Chris Schaible (Leiter der Band) und Tontechniker Daniel Dölker zusammen mit Judith Kilsbach gestemmt.

Erzählt wird die Geschichte von dem tapferen David, der gegen Goliath antritt. Musikalisch ist Rock, Pop und mitreißender Rap angesagt und schon die Proben zeigen: Das Musical begeistert nicht nur die kleinen Sängerinnen und Sänger, sondern wird auch den Besuchern einen unvergesslichen Nachmittag in der Dornhaner Stadtkirche schenken.

Die Kinder haben ihre Namen auf das T-Shirt geklebt, so kann Kantorin Kilsbach jedes Kind direkt ansprechen – eine Beziehung aufbauen. Das fällt ihr nicht schwer. Mit ihrer fröhlichen Natur, ihrer Begeisterungsfähigkeit und ihrem Enthusiasmus steckt sie die Kleinen an.

„Hört ihr das?“, fragt sie, „die erste Strophe ist viel höher als die zweite.“ Sie singt es den Kindern vor, dann dürfen sie es ihr nachmachen. „Voll schön habt ihr das schon gemacht.“ Die Kinder sind stolz. Kilsbach erklärt auch wie wichtig es ist, deutlich zu sprechen: „Ihr kennt ja den Text, aber die Besucher nicht.“ Und wenn es dann mal nicht so klappt wie gewünscht, verliert die Kantorin auch nicht die Geduld.

Kilsbach adaptiert den bösen Goliath in die heutige Zeit. „Ihr kennt doch das alles aus der Schule, da gibt es doch auch Kinder, die sich für superwichtig halten.“ Die Kinder nicken. Goliath ist für sie nicht nur eine Figur aus der Kinderbibel, sondern wird dadurch ganz real für jedes Kind.

Also wenn wir über Goliath singen, dann machen wir eine ganz wichtigtuerisches Gesicht, der hält sich ja für so toll.

 

Beim Singen und Spielen können die Kinder in die Rolle des Angebers schlüpfen und sich danach mit David identifizieren. Musik und Theaterspiel werden somit auch zur „Lebenshilfe“, kindgerecht mit viel Bewegung, cooler Musik und Mimik verarbeitet.

Nach 40 Minuten gibt es eine Pause und danach geht es in die Gruppenarbeit. Da gibt es Kinder, die einen Sologesangspart haben, andere, die eine Sprechrolle einüben, und die große Gruppe darf bei den Kulissen und Kostümen mithelfen: Glitzernde Kronen und Soldatenhelme werden gebastelt. So sind alle an dem Probensamstag beschäftigt. Im kreativen Miteinander wollen sie dann an Palmsonntag die Besucher erfreuen, auch mit dem Satz aus dem Musical:

Bist du arm oder reich, stark oder schwach, das ist für Gott nicht wichtig. Gott sucht in deinem Herzen nach Liebe.

Kantorin Judith Kilsbach sitzt am Klavier, hinter ihr singen die Kinder
Foto: Bärbel Altendorf-Jehle
Bezirkskantorin Judith Kilsbach übt mit den Kindern das Musical.

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