Es ist Sommerzeit, viele dürfen jetzt „Frei-Zeit“ genießen und in den Urlaub fahren. Wenn dieser glückt, dann kommt in den Menschen ein Gefühl auf, das unbezahlbar ist: Freiheit!
Grund genug, über Freiheit nachzudenken. Was macht Freiheit so kostbar? Freiheit ist kein Besitz, Freiheit ist pure Gnade. Man kann sie nicht erzwingen, nicht kaufen, nicht anordnen. Freiheit bricht sich Bahn, wann und wie sie will. Mal scheint sie weit weg, mal zum Greifen nah. Freiheit begegnet einem ganz persönlich. Sie kennt jeden Einzelnen, und fast scheint es so, als kenne sie uns besser, als wir uns selbst kennen. Denn sie kommt oft dann, wenn wir aufhören, uns zu verstellen und so zu tun, als wären wir jemand anderes.
Freiheit ist unberechenbar, und gerade das macht sie wertvoll, deswegen erfüllt sie uns mit so großer Dankbarkeit. Freiheit erinnert mich an Gott, denn Gott ist frei. Er ist vollkommene, ungebundene, unbändige, unvorstellbare Freiheit. Je näher ich ihm also komme, desto näher komme ich der Freiheit. Besitzen kann ich die Freiheit nie, so wie ich Gott nie besitzen, nie einengen oder einsperren kann – auch wenn wir es oft genug versuchen.
Wenn Gott pure Freiheit ist, dann lohnt es sich, ihm nachzufolgen, wenn ich möglichst viel von der Freiheit abbekommen und mitbekommen möchte. Durch Jesus habe ich die Möglichkeit, Gott nahe zu sein. Durch Jesus habe ich daher die Chance, frei zu werden. Frei von dem, was mich unfrei macht, frei von dem, was sich als Freiheit getarnt hat, um mich zu versklaven, frei von dem, was andere in mir sehen, hin zu dem Menschen, den Gott in mir sieht.
Wenn Gott mich sieht, dann erblicke ich die Freiheit. Deswegen inhaliere ich seinen Geist, den er mir geschenkt hat mit jedem Atemzug. Und ich bete, wobei ich mir die Worte aus 2. Korinther 3,17 vor Augen führe: „Komm, Geist Gottes, und nehme in mir Raum. Denn ich weiß, wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.“