Musik dringt aus der Bar „L Toro“ im Öhringer Ortsteil Cappel. Es ist früher Abend, drinnen haben sich drei Dutzend junge Erwachsene eingefunden. Die Atmosphäre ist angenehm in der Bar, deren Wände in einem warmen Rot gestrichen sind. Ledersofas laden zum Chillen ein, auf Tischen flackern Kerzen. Eine lange Theke beherrscht einen Teil der Bar. Hier stehen einige der Gäste an. Sie wollen sich noch ein Getränk holen, bevor in etwa einer Stunde der Hauptteil des Abends beginnt – der Gottesdienst. An einem der Stehtische trifft man auf Corinna Knoll. Die 26-Jährige kommt gern in den „Sondaypub“.
Ich mag die Gemeinschaft unter Christen.
sagt Corinna Knoll.
Knoll schätzt es, in ungezwungenem Rahmen mit anderen über Gott ins Gespräch zu kommen, sie mag auch das gemeinsame Beten und die geistlichen Impulse.
Genau das ist es, was Jonathan Chen den Gästen des „Sondaypubs“ mit auf den Weg in ihren Alltag geben möchte. Chen ist Jugendpastor bei der Süddeutschen Gemeinschaft. Für ihn besticht der „Sondaypub“ durch eine besondere Mischung: Man könne gute Gespräche führen, im Gottesdienst miteinander beten und singen und man höre immer auch einen Hauptredner – und das alles in entspannter Atmosphäre. Doch das ist nicht alles, was die Besucher an diesem Gottesdienstformat überzeugt.