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Prälatur Ulm

Chormusical „7 Worte vom Kreuz“: Albert Frey über Sinnsuche im modernen Leben

GÖPPINGEN – Der oberschwäbische Musiker Albert Frey hat mit „7 Worte vom Kreuz“ ein großes Chormusical geschaffen, das die Passionsgeschichte mit der Moderne verbindet. Aufgeführt wird es im März in Göppingen und in Ravensburg. Von Markus Dippold

Vor einem Kreuz, das auf eine Leinwand projiziert wird und in dem "7 Worte vom Kreuz" steht, stehen zwei Sängerinnen und zwei Sänger. Im Hintergrund steht ein Chor. Ulm
Foto: Pressebild/Stiftung Creative Kirche

„7 Worte vom Kreuz“: Albert Freys spirituelle Antwort auf die Rastlosigkeit

Bei „7 Worte vom Kreuz” gehe es um den unstillbaren Durst des (modernen) Menschen nach Unterhaltung, Ablenkung und Aufmerksamkeit, wobei man das Wesentliche aus den Augen verliere, erklärt Musiker Albert Frey. Um dieser modernen Tragik zu entfliehen, sollte sich die Menschheit auf einen lebenslangen Weg begeben, um die Seelenruhe bei Gott zu finden. Diese Überzeugung bildet den Kern des von Albert Frey konzipierten Musicals „7 Worte vom Kreuz“, das nach seiner Uraufführung vor zwei Jahren nun in Göppingen und Ravensburg zu erleben sein wird.

Wie zwei Fremde durch Jesu letzte Worte verändert werden

Auf der Handlungsebene werden die Protagonisten Ben und Marie durch einen Zufall zusammengeführt. Beide hatten ganz andere Pläne für diesen Abend und hätten sich nicht erträumt, dass die letzten Worte eines einfachen Zimmermanns, der vor 2000 Jahren lebte, ihr ganzes Leben verändern können. Dieses äußere Szenario nutzt das Kreativ-Team dann allerdings für eine reflektierende Erzählung, die das Publikum durch Alltagsfragen auf sich selbst zurückwirft: Wie möchte ich leben? Wer beeinflusst meine Entscheidungen? Was brauche ich, um glücklich zu sein?

Das Foto hat einen lila-stich. Vorne rechts im Bild sind Sängerinnen und Sänger eines Chores von hinten zu sehen. Oben Rechts im Foto ist ein großer Chor zu sehen. Links oben im Bild ist ein Kreuz auf einer Leinwand zu sehen, dass lila strahlt.
Pressebild/Stiftung Creative Kirche
Die rund 800 Sängerinnen und Sänger des Chormusicals „7 Worte vom Kreuz”.

800 Sängerinnen und Sänger: Mitmachprojekt für Chöre aus der Region

Rund 800 Sängerinnen und Sänger wirken daran mit, oftmals ganze Chöre, die sich als Kollektiv für dieses Großprojekt angemeldet haben. Um die Teilnahme für Laiensänger zu ermöglichen, sind die Lieder eher einfach, zum Teil auch nur einstimmig gehalten. Die mitwirkenden Chöre bereiten die Lieder in ihren regulären heimischen Proben vor, dazu gibt es einige gemeinsame ­Proben des Projektchors, damit die große Show, die von den beiden Kirchenmusikern Simon Johannes Fröstl und Gerald Buß dirigiert wird, reibungslos über die Bühne geht.

Textlich und musikalisch vielschichtiges Musical

Für den 61-jährigen Albert Frey sind die in den Evangelien überlieferten sieben Worte eine Zusammenfassung der Botschaft Jesu und waren ihm auch deshalb ein „Herzens­anliegen“, aus dem er gemeinsam mit Florian Sitzmann, Fabian Vogt und Stefanie Brenzel ein abendfüllendes Werk geschaffen hat. Die eigentlichen biblischen Worte bilden oft die Grundlage für die Refrains von Liedern, während in den Strophen inhaltliche und textliche Ergänzungen und Weiterführungen stattfinden.

Musikalisch ist das Musical sehr vielschichtig, orientiert sich an klar strukturierten, melodisch eingängigen Liedern, die nur von dezenten Gitarren begleitet werden. Dann entwickelt sich diese akustische Ebene durch flächige Streicherklänge und Bläserlinien weiter. Ein klassisches Sinfonieorchester sitzt auf der großen Bühne, dazu eine Pop-Band. Das Ziel ist klar: Die Musik ermöglicht es dem Publikum, sich auf eine emotionale Reise zu begeben. Diese Emotionalität wird dadurch gesteigert, dass Albert Frey dem groß besetzten Chor eine zentrale Rolle zugedacht hat.

Viele Menschen bekommen so die Gelegenheit, tiefer einzutauchen in den Inhalt, die Emotionen, die Bedeutung der Worte.

sagt Albert Frey

„7 Worte vom Kreuz” wird am 14. März um 19 Uhr in der Oberschwabenhalle Ravensburg und am 21. März um 18 Uhr in der EWS Arena in Göppingen aufgeführt. Tickets gibt es im Ticketshop der Creativen Kirche.

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